"Gelbe Briefe" im guckloch-Kino
06.05.2026
17:00 - 19:30
Kulturzentrum Scheuer, VS-Villingen
Kalkofenstraße 3
Ticket
78050
Villingen-Schwenningen
Über die Veranstaltung
Das Kommunale Kino guckloch e.V. zeigt den diesjährigen Berlinale-Gewinner "Gelbe Briefe" von Ilker Catak, um 17.00 Uhr in der deutsch synchronisierten Fassung und um 20.15 im türkischsprachigen Original mit deutschen Untertiteln.
Derya und Aziz gehören zum linksliberalen Bildungsbürgertum in Ankara.Sie ist gefeierte Schauspielerin am Staatstheater, er Literaturprofessor an der Universität. Doch bereits am Tag nach der Premiere wird das neue Stück, welches von ihm verfasst wurde und in dem sie die Hauptrolle spielt, abgesetzt. Beide erhalten in den nächsten Tagen „gelbe Briefe“ – die typischen Kündigungsschreiben, mit welchen staatliche Stellen politisch missliebiges Personal beseitigen.
Plötzlich ohne festes Einkommen, bleibt dem Paar zusammen mit der renitenten, pubertierenden Tochter nur der Umzug in die kleine Wohnung von Aziz' Mutter in Istanbul. Die finanzielle Krise lässt die bis vor kurzem noch sehr glückliche Familie zunehmend dünnhäutiger werden.
Dass sich der Film auf die politische Entwicklung der Türkei in den letzten Jahren bezieht, ist klar. Aber indem Çatak den Film in Deutschland gedreht hat – Berlin als Ankara, Hamburg als Istanbul –, erreicht er einen Brechtschen Verfremdungseffekt: "Gelbe Briefe" wird zu einer allgemeinen Parabel über die Vergiftung des Privaten durch das Politische.
Plötzlich ohne festes Einkommen, bleibt dem Paar zusammen mit der renitenten, pubertierenden Tochter nur der Umzug in die kleine Wohnung von Aziz' Mutter in Istanbul. Die finanzielle Krise lässt die bis vor kurzem noch sehr glückliche Familie zunehmend dünnhäutiger werden.
Dass sich der Film auf die politische Entwicklung der Türkei in den letzten Jahren bezieht, ist klar. Aber indem Çatak den Film in Deutschland gedreht hat – Berlin als Ankara, Hamburg als Istanbul –, erreicht er einen Brechtschen Verfremdungseffekt: "Gelbe Briefe" wird zu einer allgemeinen Parabel über die Vergiftung des Privaten durch das Politische.