"La Beauté de l’Âne" im guckloch-Kino
10.06.2026
20:15 - 21:45
Kulturzentrum Scheuer, VS-Villingen
Kalkofenstraße 3
Ticket
78050
Villingen-Schwenningen
Über die Veranstaltung
Das Kommunale Kino guckloch zeigt den schweizerischen Doku/Spielfilm " La Beauté de l’Âne" ("Die Schönheit des Esels") von Dea Gjinovci. Der Film läuft in der Originalversion (Albanisch, Französisch) mit deutschen Untertiteln.
In "La Beauté de l’Âne" begleitet die Regisseurin Dea Gjinovci und ihren Vater Asllan auf eine Reise in sein zerstörtes Heimatdorf Makermal im Kosovo, wo nur noch die Erinnerungen der Überlebenden von der Vergangenheit zeugen. In einer berührenden Mischung aus Dokumentarfilm und Fiktion rekonstruiert der Film die Kindheit des Vaters in den 1950er Jahren: Das einfache, glückliche Dorfleben, aufziehende politische Spannungen, Gewalt und das familiäre Geheimnis des Verschwindens der Großmutter Dinore – für Asllan Symbol verlorener Geborgenheit; zugleich die Wunde, die seine Erinnerungen zerschneidet. Ihr geheimnisvoller Tod während des Krieges bleibt auch Jahrzehnte später ungeklärt und wird im Film zum emotionalen Kern der Nachforschungen von Dea und Asllan.
In einem gemeinsamen Akt der Erinnerung bauen Dea und die Dorfbewohner das frühere Elternhaus nach – aus Balken, über die Tücher statt Wände gespannt werden. Durch diese Tücher weht der Wind und verwandelt die fragile Architektur in eine schwebende, poetische Bühne. Hier treten die Dorfbewohner als Laiendarsteller auf; der elfjährige Leart verkörpert den jungen Asllan und lässt dessen Kindheitserinnerungen greifbar werden. In den nachgespielten Szenen wirkt er beinahe scheu, doch gerade dieses Unspektakuläre macht seine Darstellung so glaubwürdig – als würde er weniger „spielen“ als vielmehr in die Erinnerungen des erwachsenen Asllan hineinschlüpfen. So werden verlorene Momente noch einmal körperlich erfahrbar und das, was nur als Erzählung existierte, nimmt vor unseren Augen Form an. Asllan selbst bleibt Beobachter und findet dadurch die Kraft, sich seinen lange verdrängten Gefühlen und Schuldfragen zu stellen.
In einem gemeinsamen Akt der Erinnerung bauen Dea und die Dorfbewohner das frühere Elternhaus nach – aus Balken, über die Tücher statt Wände gespannt werden. Durch diese Tücher weht der Wind und verwandelt die fragile Architektur in eine schwebende, poetische Bühne. Hier treten die Dorfbewohner als Laiendarsteller auf; der elfjährige Leart verkörpert den jungen Asllan und lässt dessen Kindheitserinnerungen greifbar werden. In den nachgespielten Szenen wirkt er beinahe scheu, doch gerade dieses Unspektakuläre macht seine Darstellung so glaubwürdig – als würde er weniger „spielen“ als vielmehr in die Erinnerungen des erwachsenen Asllan hineinschlüpfen. So werden verlorene Momente noch einmal körperlich erfahrbar und das, was nur als Erzählung existierte, nimmt vor unseren Augen Form an. Asllan selbst bleibt Beobachter und findet dadurch die Kraft, sich seinen lange verdrängten Gefühlen und Schuldfragen zu stellen.