"Rose" im guckloch-Kino
03.06.2026
20:15 - 22:00
Kulturzentrum Scheuer, VS-Villingen
Kalkofenstraße 3
Ticket
78050
Villingen-Schwenningen
Über die Veranstaltung
Das Kommunale Kino guckloch zeigt den deutsch-österreichischen Spielfilm "Rose" mit Sandra Hüller – sie erhielt für ihre Schauspielkunst in diesem Film bei der Berlinale 2026 den "Silbernen Bären".
»Die wahrhaftige Beschreibung einer Land- und Leutebetrügerin, die, obwohl als eine Weibs-Person geboren dem zum Trotz unter falschem Nam als Manns-Bild sich betragen, und viel üble Schandtat hat getrieben«, heißt es in schönstem Neuhochdeutsch auf dem Filmplakat. Sandra Hüller spielt diese Weibsperson, die sich als Mann ausgibt – was offenbar gar nicht so selten war in dieser Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg.
Wir sind also im 17. Jahrhundert, als Rose als Mann verkleidet in einem abgelegenen, protestantischen Dorf im Harz auftaucht und sich als Erbin eines verlassenen, verfallenen Bauernhofs ausgibt. Zum Beweis zeigt sie/er eine Urkunde vor, die sie einem getöteten Soldaten abgenommen hat. Die Dorfbewohner, die ein karges, von Verzicht bestimmtes Leben führen, begegnen ihr mit Misstrauen. Doch Rose bleibt, baut eine Landwirtschaft auf, will bald kräftig expandieren. Doch der Nachbar weigert sich, ihr ein Stück von seinem Land zu verkaufen, schlägt stattdessen vor, sie soll doch eine seiner fünf Töchter heiraten, dann könnte sie das Land bewirtschaften. Rose geht auf den Handel ein und man fragt sich als Zuschauer: Wie soll diese Ehe funktionieren? Wird der Schwindel auffliegen?
"Rose" ist in erlesenen Schwarzweiß-Bildern fotografiert und nicht ohne Augenzwinkern in der Art eines Schelmen-Romans inszeniert. Bei den Berlinale-Screenings hat Regisseur Markus Schleinzer erzählt, wie er durch eine Historikerin auf die Protokolle eines Gerichtsverfahrens vor 250 Jahren aufmerksam geworden ist. Bei der weiteren Recherche habe er die Akten von etwa 300 Fällen gesichtet, bei denen Frauen »in Hosen gestiegen sind«. In manchen Fällen ging es darum, sich einer Zwangsverheiratung zu entziehen, ein anderes Mal Arbeit zu finden oder dem Ehemann in den Krieg nachfolgen zu können. Immer aber wollten die Frauen etwas erreichen, was ihnen vorenthalten wurde.
Wir sind also im 17. Jahrhundert, als Rose als Mann verkleidet in einem abgelegenen, protestantischen Dorf im Harz auftaucht und sich als Erbin eines verlassenen, verfallenen Bauernhofs ausgibt. Zum Beweis zeigt sie/er eine Urkunde vor, die sie einem getöteten Soldaten abgenommen hat. Die Dorfbewohner, die ein karges, von Verzicht bestimmtes Leben führen, begegnen ihr mit Misstrauen. Doch Rose bleibt, baut eine Landwirtschaft auf, will bald kräftig expandieren. Doch der Nachbar weigert sich, ihr ein Stück von seinem Land zu verkaufen, schlägt stattdessen vor, sie soll doch eine seiner fünf Töchter heiraten, dann könnte sie das Land bewirtschaften. Rose geht auf den Handel ein und man fragt sich als Zuschauer: Wie soll diese Ehe funktionieren? Wird der Schwindel auffliegen?
"Rose" ist in erlesenen Schwarzweiß-Bildern fotografiert und nicht ohne Augenzwinkern in der Art eines Schelmen-Romans inszeniert. Bei den Berlinale-Screenings hat Regisseur Markus Schleinzer erzählt, wie er durch eine Historikerin auf die Protokolle eines Gerichtsverfahrens vor 250 Jahren aufmerksam geworden ist. Bei der weiteren Recherche habe er die Akten von etwa 300 Fällen gesichtet, bei denen Frauen »in Hosen gestiegen sind«. In manchen Fällen ging es darum, sich einer Zwangsverheiratung zu entziehen, ein anderes Mal Arbeit zu finden oder dem Ehemann in den Krieg nachfolgen zu können. Immer aber wollten die Frauen etwas erreichen, was ihnen vorenthalten wurde.